Claudia:
Hallo, heute habe ich wieder ein tolles Experteninterview für euch mitgebracht zu einem Thema, was immer viele Fragen aufwirft und oft sehr große Schwierigkeiten bei der Auswahl bereitet, nämlich das Thema Tierversicherung. Denn gerade wenn es die Gesundheit unserer Tiere geht, spielen nicht nur Fütterung und Haltung eine Rolle, sondern auch die Frage, was passiert eigentlich, wenn etwas passiert. Und genau darüber spreche ich heute mit Martin Makowski von Dogfairs.
Martin ist Versicherungsmakler und hat sich auf das Thema Tierversicherung spezialisiert und das bedeutet, er ist nicht an eine einzelne Versicherung gebunden, sondern kann unabhängig beraten und verschiedene Anbieter miteinander vergleichen. Und genau das ist super spannend, weil es nochmal einen ganz anderen Blick auf das Thema ermöglicht und er eine entsprechende Expertise durch jahrelange Erfahrungen mitbringt. Martin, magst du dich einmal kurz vorstellen und uns ein bisschen mitnehmen, wie du zu dem Thema Tierversicherung gekommen bist?
Martin:
Ja, sehr gerne. Erstmal danke für die Einladung. Mein Name, wie du gerade gesagt hast, ist Martin Makowski. Ich bin Geschäftsführer von DocFest und wir bei DocFest machen nichts anderes als das Thema Tierversicherungen. Also es gibt bei uns keine Menschenversicherungen, sondern wirklich nur das Thema Hund, Katze, Pferd und Hundeberufe. Wie bin ich dazu gekommen? Ich habe vor fast 20 Jahren mittlerweile
Irgendwann mal die Entscheidung getroffen, dass ich im Versicherungsbereich das, was ich bis zu diesem Zeitpunkt gemacht habe, nicht mehr so wirklich toll finde und habe mich dann entschieden, entweder gehst du komplett aus der Branche raus oder du suchst dir etwas, wofür du Leidenschaft hast. Und ich hatte immer Leidenschaft für das Thema Hund. So und daraus ist letzten Endes dann irgendwann DocFers entstanden und vor jetzt mittlerweile – Ja fast. 11 Jahren haben wir dann unseren Hund Paul bekommen. Hund aus dem Tierschutz. ist damals aus Rumänien gekommen, mit sechs Monaten zu uns. Mittlerweile, wie gesagt, liegt jetzt hier auch neben mir 10,5 Jahre alt. Ja, und das hat halt damals, als wir den Hund bekommen haben, ganz, ganz viel verändert. Ich sag mal so Themen wie, du gehst in die Hundeschule, in der Hundeschule oder besser gesagt, die Hundeschule gehörte und gehört heute auch noch dem Andre – dem einen oder anderen vielleicht bekannt aus der Sendung der Welpentrainer auf SIGS. Das war aber damals noch überhaupt kein Thema. Wir beide sind heute befreundet und so hat sich das Ganze entwickelt. Du tauchst immer tiefer in die Szene ein und das ist bis heute extrem spannend.
Claudia:
Ja, das glaube ich. Und gab es vielleicht irgendeinen Moment oder einen Fall, der dich besonders geprägt hat und dir gezeigt hat, wie wichtig das Thema Tierversicherung wirklich ist?
Martin:
In speziellen Fall kann ich nicht sagen, ist einfach immer wieder das Thema, du wenn du…
Als Hundehalter unterwegs bist, dann bist du halt auch immer mit Hundehalterinnen und Hundehaltern im Gespräch. Und dann hast du immer wieder auch die Wahrnehmung, dass das hier mal was passiert ist, dass der Hund mal irgendein Virus hat oder sonstige Dinge. Ich sag mal, was schon einschneidend war, das ist eben das Jahr 2022, weil Ende 2022 hat sich die Gebührenordnung der Tierärzte verändert. Und zwar drastisch. Das hat im Nachgang dazu geführt, dass viele schon hinten übergefallen sind, als sie dann plötzlich irgendwann mit ihrem Hund zum Tierarzt gegangen sind und festgestellt haben, die Rechnungen haben sich ja in Teilen verdoppelt. Die Kosten sind einfach Ende 2022. In der Folge dann 23, 24 hat sich das Ganze so bisschen eingependelt. Die Kosten haben sich halt extrem nach oben entwickelt. Die GOT ist ja damals angepasst, weil die Tierärzte 20 Jahre keine Veränderung in der der gesetzliche Regelung in der GoT hatten, in der Gebührenordnung der Tierärzte und das führt oder hat für viele echt zu krassen Einschnitten geführt, weil eben heute, nehmen wir mal Beispiel, ein Kreuzbandriss, der hat vor 10, 12 Jahren vielleicht 1000 Euro gekostet mit OP, mit allem drum und dran. Heute bekomme ich einen Kreuzbandriss unter zweieinhalb tausend Euro nicht mehr hin.
Claudia:
Das sind auf jeden Fall schon krasse Zahlen. Aber lass uns mal, bevor wir jetzt tief in die Zahlen reingehen, noch ein bisschen weiter vorne anfangen. Welche Arten von Tierversicherungen gibt es denn überhaupt?
Martin:
Also in Deutschland haben wir eigentlich drei, ich sag mal dreieinhalb Arten. Das klassische Thema ist die Hundehalterhaftpflicht, die aus meiner Sicht jeder haben sollte. Auch wenn es zum Beispiel wie bei uns in Nordrhein-Westfalen da auch so Sonderregelungen gibt, also beispielsweise die 20-40 Regelung ist der Hund unter 20 Kilo schwer, unter 40 Zentimeter groß, muss ich ihn in Nordrhein-Westfalen nicht versichern. Das Problem ist einfach nur, rennt der Hund über die Straße, ein Auto baut, Unfall, bist du trotzdem als Halter haftbar. Deswegen meine Empfehlung, die wichtigste, die absolut wichtigste Versicherung für Hundehalterinnen und Hundehalter ist die Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung. Das ist die eine Versicherung. Und dann gibt es eben die Krankenversicherung, die Tierkrankenversicherung oder Hundekrankenversicherung. Das ist die Versicherung. Sie ist ein bisschen vergleichbar wie das, was wir für Menschen auch haben. Sie funktioniert halt nur völlig anders. Die Tierkrankenversicherung beinhaltet einmal den ambulanten Teil und das ganze Thema Operationen. Und dann gibt es als drittes Thema noch die reine OP-Versicherung als Teildeckung aus der Krankenversicherung heraus. Andersherum ist es nicht möglich. In Deutschland gibt es keine Krankenversicherung ohne OP, die ist da immer mit dabei. Es gibt also die reine OP-Versicherung, wo dann eben die Voruntersuchung bezahlt wird, die OP selber und die Nachsorge. Und dann gibt es noch einen Sonderfall. Da gibt es aber auch nur einen Anbieter, der das macht, der sogenannte Unfall-OP-Versicherung. Da ist es einfach so, dass der Auslöser, damit man überhaupt eine Leistung bekommt, immer ein Unfall sein muss. Das ist bei der klassischen OP eben nicht der Fall. Da wird auch gezahlt, ich zum Beispiel oder wenn mein Hund einen Tumor hat oder sonstige Dinge.
Claudia: Okay, ja, also ich glaube das Thema OP und Krankenversicherung, das ist sicherlich das Spannendste für unsere Zuhörer, weil das immer die meisten Fragen aufwirft. Die Unterschiede hast du jetzt gerade schon mal so ein bisschen grob angeschnitten, will ich jetzt mal sagen. Also die Vollversicherungen einmal eher nur Richtung OP. Kannst du uns sagen, für wen macht welche Variante Sinn?
Martin:
Ja, ich habe das für mich mal irgendwann so ein bisschen analysiert und eigentlich gibt es drei Gruppen, von denen man sprechen kann. Die erste Gruppe, das ist die Gruppe, die noch nie einen Hund hatte. Also die wirklich Neulinge sind. Ich vergleiche das immer so ein bisschen damit. Ich habe das erste Kind. Damit kann man das wirklich sehr gut vergleichen. Das ist beim Hund in Teilen völlig identisch. Und zwar, ich bekomme den Hund und ich weiß überhaupt nicht, was ich machen muss. Krallen schneiden. Ich will den Hund nicht verletzen. Der Hund hat die erste Zecke, Gottes Willen, was mache ich denn jetzt?
Der Hund kommt an, liegt vielleicht neben mir in seinem Körbchen nachts und er fängt an zu röcheln. Was könnte das sein? Und das ist genau wie bei einem Baby, dass man sagt, ich fahr mal lieber zum Tierarzt. Ich gucke, was der hat. Da könnte ja irgendwas Schlimmes sein. Das heißt, das spricht für mich, für Leute, die noch nie einen Hund hatten, für die kranken Vollversicherungen, wo ich eben den ambulanten Teil und auch eben den Teil, den
Dann kommen wir zur zweiten Gruppe. Leute, die schon mal einen Hund hatten, die Erfahrung damit haben, die sagen, die Zecke, die ziehe ich dem jetzt halt und Krallen schneiden, ist ja jetzt auch nicht das Riesenthema. Das ist so die zweite Gruppe, wo ich sage, die können eine Krankenversicherung für den Hund abschließen.
Wenn Sie sich bewusst darüber sind, dass auch im ambulanten Bereich eben extreme Kosten entstehen können, wenn chronische Erkrankungen da sind zum Beispiel, für die ist es aber so, dass Sie sagen, ja, ich kenne mich mit vielen Dingen, ich habe meine Erfahrung mit den Hunden gemacht, dann empfehle ich da immer, dann macht zumindest die Worst-Gas-Absicherung, das heißt die OP-Versicherung, dass wenn es wirklich mal knallt, ja, und ich hatte gerade mal eine Zahl gesagt, Kreuzbandriss zweieinhalbtausend Euro.
HD, ED, also Hüftdysplasie oder Ellenbogen-Dysplasie, da geht es dann pro Seite auch los bei zweieinhalbtausend Euro, kann aber auch je nachdem wie schwer dann die die Situation ist, mal schnell Richtung 4000 Euro gehen. Also als Worst Case Absicherung für jeden, einen Hund hat. Aus meiner Sicht eine OP-Versicherung, weil sie eben auch deutlich preiswerter ist als eben die kranken Vollversicherungen, dafür aber eben auch nur einen bestimmten Teil abdeckt.
Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe und das sind die, egal ob ich einen Hund hatte oder nicht, wenn ich mir einen Hund aus dem Tierschutz hole. Wenn der, ich sag mal, vielleicht auch zwei, drei oder fünf Jahre alt ist. Ich habe keine Ahnung, der Hund gelebt hat. habe keine Ahnung, wie lange der bei der Mutter war. habe keine Ahnung, was für Erfahrungen er gemacht hat, in welchen Lebensumständen er gelebt hat. Das heißt, ein Tierschutzhund ist immer in den meisten Fällen ein Überraschungspaket. Und auch da empfehle ich die kranken Vollversicherung, weil ich absolut nicht weiß, was hier gesundheitlich auf mich zukommt.
Claudia:
Kann ich bestätigen. habe selber zwei Tierschutzhunde und also eine hatte ich. Die ist leider vor kurzem von uns gegangen und einen habe ich und ich hatte mit beiden gesundheitliche Themen die anstanden. Was sind denn so die häufigsten Fehler, die Tierhalter beim Abschluss einer Versicherung machen? Was erlebst du da?
Martin:
Naja, es ist also die Frage ist immer wie gehe ich wie ich wie gehe ich vor und das was ich wahrnehme ist dass man meistens erstmal guckt was kostet ja und ich glaube das ist so ein ganz ganz entscheidender faktor wenn ich so vorgehe
Ja und was ich sogar nachvollziehen kann, dass man sagt, ich gucke mal irgendwie irgendwelchen Portalen, wer ist denn da irgendwie sehr sehr günstig und und und, weil man im Zweifel ja auch gar keine Erfahrungen hat, worauf muss ich denn überhaupt achten? Was sollte denn eine vernünftige Tierkrankenversicherung beinhalten? Ja, so wenn ich das nicht weiß, dann ist ja die Frage nach, was für Kriterien schaue ich denn eigentlich? Ich gehe in meiner Beratung immer den umgekehrten Weg, dass ich sage, lass uns gucken, dass wir dein Tier natürlich auch abhängig vom Alter, Gesundheitszustand so gut wie möglich absichern können. Da sagen jetzt viele sehr wahrscheinlich, ja sicher, klar, muss man aber auch bezahlen können. Das ist völlig richtig, sehe ich genauso. Das kann man aber aus meiner Sicht sehr sehr gut regeln, indem man zum Beispiel einen Top-Tarif nimmt, wo klar ist, pass auf, wenn es wirklich knallt, dann möchte ich den besten Schutz für meinen Hund haben. Ich bin aber bereit, auch selber Geld in die Hand zu nehmen für den ganzen Kram, der so normalerweise ansteht. Ich sage jetzt einfach mal… Der Hund hatte mal einen Durchfall. Das ist auch nicht so, dass das 50 Euro kostet. Da sind wir heute auch schnell mal bei 200 bis 250 Euro. Und wenn der Hund Guardians hat, dann ist die Summe noch deutlich höher. Aber ich glaube, wir müssen uns ein bisschen dran gewöhnen, aufgrund der wirklich stark angestiegenen Beiträge, die wir haben, dass hier auch Eigenverantwortung ein Thema ist. Das heißt, Versicherer haben kein Problem mit einem Kreuzbandriss, der 2.500 Euro kostet, weil er einfach auch nicht so häufig vorkommt. Das größte Problem, was Versicherer haben, und das ist mir wichtig, dass man auch mal die andere Seite sieht, sind diese ganzen sogenannten Frequenzschäden. Das heißt, der ganze, sorry, wenn ich das so sage, ich bin ja ein Kind aus dem Ruhrpott, der ganze Kleinscheiß. Das heißt, die Rechnung über 50 Euro, die Rechnung über 70 Euro. Ich habe jetzt mit einem Versicherer gesprochen, sagte, es werden teilweise Mull binden, 2,50 zur Erstattung eingereicht. Und das sind Dinge, die einen riesengroßen Verwaltungsaufwand auslösen und einfach für den Versicherer in der Summe teuer sind. Weil, und jetzt kommt eine ganz spannende Zahl, gut 90 Prozent aller Rechnungen, die bei Versicherern aufschlagen. sind unter 500 Euro. Das heißt, der anderen Seite, jetzt kommt der entscheidende Punkt, der Versicherer kalkuliert sowas natürlich auch. Das heißt, ich einen Tarif, vielleicht, nehmen wir mal eine Zahl und die klingt vielleicht hoch, ist aber mittlerweile realistisch, wenn ich wirklich einen guten Schutz haben will, bin ich in einer kranken Vollversicherung bei einem Hund, der vielleicht zwei bis vier Jahre alt ist, ich sag mal in der Summe rund 100 Euro.
Über eine Selbstbeteiligung und mit dem Wissen des Versicherers, dass er diese Frequenzschäden im Zweifel nicht bezahlen muss und du wählst einen Selbstbehalt von 250 oder 500 Euro im Jahr. Also ich sage jetzt einfach mal 20 bis 40 Euro im Monat. Dann reduziert sich die Prämie teilweise um 40 bis 50 Prozent. Und dann hast du aus meiner Sicht für rund 50, 55 Euro einen super Schutz, zahlst eben den ganzen Kram, der da unten mal passieren kann selber. Also mir geht es wirklich darum, dass da so ein Prozess im Kopf passiert, ein bisschen umzudenken, weil die Prämien werden sich weiter nach oben entwickeln, wenn die Versicherer dieses Thema mit den Frequenzschäden nicht in den Griff bekommen. Und ich glaube schon, oder was heißt, ich glaube, wenn ich einen Tarif wähle mit einer Selbstbeteiligung,kann ich davon ausgehen, dass dieser Tarif in Zukunft auch deutlich beitragsstabiler ist als ein Tarif ohne Selbstbeteiligung. Also dieser klassische Vollkaskotarif, den man so gerne hat. Der wird in Zukunft deutlich stärker steigen und die Prämien sind jetzt in Teilen schon deutlich über die 100 Euro weg, je nach Versicherer. Und um das ein Stück weit abzufedern und immer noch einen vernünftigen Schutz zu haben,
glaube ich, dass das Thema Selbstbeteiligung oder der Gedanke über das Thema Selbstbeteiligung ein ganz sinnvoller Weg ist, die Prämien wirklich noch stabil zu halten.
Claudia:
Da fällt wahrscheinlich auch das ganze Thema Zeckenschutz, regulärer Impfschutz und so weiter rein, den viele ja gar nicht groß in den Tarifen mit drin haben. Weil das ist das, was mir ganz häufig begegnet. Dass viele sagen, dann zahle ich schon 100 oder 120 Euro im Monat und das kriege ich gar nicht bezahlt. Aber das sind ja auch Themen, die der Versicherer ja auch einkalkulieren muss, weil sie ja auch wirklich immer wieder kommen.
Martin:
Naja, ich sag mal, das sehe ich ein ganz klein wenig anders. Also die meisten Tarife haben, weil Kunden das wollen und in der Vergangenheit wollte haben und deswegen man guckt sich dann den Markt dann als als Anbieter und sagt naja, sie macht der das auch, muss ich das auch machen. Fast alle haben dieses Thema Vorsorge Aufwendungen heißt das in ihren Tarifen drin. Sie haben es dann gedeckelt. Ich sag mal 50, 70, 100. Dann kannst du es teilweise auf 250 oder bei der Üluenre jetzt auf 500 Euro hochbohren. Ich halte das Thema Vorsorgeaufwendungen, das klingt jetzt vielleicht erstmal paradox, für völligen Blödsinn in einer Tierkrankenversicherung. Und ich sage auch warum. Nehmen wir mal so das klassische Thema. Die meisten Versicherer haben so 100 Euro an Vorsorgeaufwendungen in den Tarifen drin. Der Versicherer, wie du das gerade schon gesagt hast, weiß, In der Regel wird es abgerufen, weil du musst deinen Hund nur einmal impfen lassen und dann kannst du dir vielleicht noch mal ein Zeckenmittel holen, dann sind die 100 Euro durch. Weil der Versicherer das aber weiß, kalkuliert er das natürlich. Er kalkuliert, ich muss die Rechnungen auszahlen dafür, also rechnet er Verwaltungskosten oben drauf und dann kommt am Ende noch die Versicherungssteuer dazu. Das heißt also 100 Euro, die du im Jahr aus den Vorsaugeraufwendungen aus einem Tarif bekommst,
Claudia:
Ja.
Martin:
Für die bezahlst du kalkulatorisch 130 Euro. Und die sind in Beitrag eingepreist. Jetzt muss man aus meiner Sicht in der Schule nicht wirklich aufgepasst haben früher, um zu merken, dass das keine gute Rechnung ist. Und da sind wir wieder bei dem Thema Eigenverantwortung. Und ich weiß, dass ich mir damit nicht immer Freunde mache, aber ich sag’s auch bei dir. Wenn man noch nicht mal das Geld für die Vorsorgeaufwendungen hat, dann sollte man ernsthaft darüber nachdenken, ob man sich wirklich einen Hund anschafft. Denn das Ganze ist ja keine Handtasche oder ein Handy, sondern es ist eine Verantwortung, die ich die nächsten 15 Jahre habe. Und dann muss ich auch einkalkulieren, dass so etwas Geld kostet. Und auch das hört keiner gerne. Ein Hund war immer schon Luxus. Das heißt immer, jetzt wird ein Hund Luxus. Nee, nee, das war vorher auch schon so.
Weil die wenigsten Menschen brauchen, jetzt können wir über Einsamkeit oder sonstige Dinge sprechen, aber das meine ich nicht, aber die wenigsten Menschen brauchen wirklich einen Hund. Wenn ich jetzt über blinden Führhunde rede, Assistenzhunde, das ist ein völlig anderes Thema. Aber warum schaffe ich mir einen Hund an? Weil ich Freude daran habe, weil das ein Partner und ein Freund ist. Und natürlich ist es auch ein gesellschaftliches Thema, dass es heute ein Ersatz ist für das, was wir früher unter Menschen hatten. Dass wir miteinander gesprochen haben. Einsamkeit. Das Riesenthema. Das kann ich alles nachvollziehen, aber am Ende des Tages, so hart das klingt, muss ich auch das nötige Geld haben, mir das leisten zu können.
Claudia:
Ja, ist das Gleiche, sage ich, im Kontext von Futter und Futterberatung natürlich auch immer, dass wir da eine Verantwortung haben und dann, wenn die Leute dann kommen und sagen, ja, aber das Futter kostet dann irgendwie 30 Euro mehr als das andere, dann sage ich ja, aber möchtest du, dass dein Tier gut versorgt ist oder möchtest du ihm die ganze Zeit Fastfood und Schrott füttern? Das ist günstiger, klar, aber es macht am Ende des Tages dein Tier halt auch krank. Also die Einstellung teile ich absolut mit dir. ja, also die Anschaffung eines Tieres sollte da wohl überlegt sein und der finanzielle Aufwand auch klar sein.
Du hast vorhin schon gesagt, du zahlst 100 Euro im Monat, aber dafür hat die Versicherung mit dem Kreuzbandriss, mal 2.500 Euro kostet, kein Problem. Und damit hast du deine jährlichen Kosten doppelt wieder raus.
Martin:
Ganz spannend, dass du das jetzt sagst, weil das höre ich auch ganz, ganz oft. Und ich stelle mir dann manchmal die Frage, ich glaube, du weißt, worauf ich hinaus will, warum ist eigentlich die Tierversicherung die Versicherung, die sich rechnen muss? Ich verstehe das nicht. Kannst du mir das erklären?
Claudia: Ich glaube, Thema Versicherung ist ja generell, dass die Leute glauben, dass es sich rechnen sollte. Also, weil die Argumentation ist ja auch, die höre ich in meinem Versicherungsalltag, also in meinem Hauptjob ja auch immer wieder. Ich habe jahrelang bezahlt und keinen Schaden gehabt. Ja, aber das ist ja ein Kollektivprinzip, was ja nicht darauf ausgelegt ist, dass du es wiederbekommst, sondern dass du halt im Schadenfall gerettet wirst, will ich jetzt mal sagen, von allen anderen.
Martin:
Ja, aber ich finde es schon erstaunlich, dass es… Jeder hat, hoffe ich zumindest, eine private Haftpflicht. Zu Hause wohnt eine Hausratversicherung, eine Kfz-Versicherung und und und. Die habe ich. Und dann frage ich immer, hast du denn schon mal einen Schaden gehabt irgendwie in einem dieser drei Dinge? Nee, habe ich noch nie gehabt. Ich sage ja, dann kündige die doch. Ist doch dann rausgeschmissenes Geld.
Bei einer Tierversicherung ist es aber so, ich habe aber 60 Euro im Monat gezahlt, das sind 720, aber ich habe nur Schäden eingereicht über 400 Euro. Dann sag ich, das ist doch super. Das heißt, dein Hund ist doch gesund gewesen. Wie geil ist das denn? Sei doch dankbar dafür. Aber diese Denke, die… Und dann kommt natürlich auch das nächste Thema. Nee, dann leg ich jetzt einfach Geld zurück. Und ich sag dann mal, ja, das ist ja völlig in Ordnung. Das kannst du ja machen. Am Ende des Tages… Wenn mich jemand fragt, braucht man wirklich eine Hundekrankenversicherung, dann sage ich immer nein, brauchst du nicht. Wenn du genug Geld hast, brauchst du die nicht. Wenn du aber nicht mal eben 2, 3 oder vielleicht auch mal 5000 Euro auf der hohen Kante hast, dann solltest du dir darüber Gedanken machen. Und dann bin ich wieder bei meinem Thema, dass ich sage, die muss ja nicht 100, 150 Euro kosten, sondern wenn ich bereit bin auch hier Eigenverantwortung zu übernehmen, dann kann ich die Beiträge schon auf ein vernünftiges, normales Maß runtersetzen, dass ich dann eben wenn es wirklich knallt wenn es wirklich knallt Schutz habe
Claudia:
Ja, ich meine, wie oft ist es, wenn mal was ist und doch passiert, dann passiert es ja auch grundsätzlich irgendwie am Wochenende. Das heißt, man sitzt irgendwo im Notdienst, da ist die GO dann direkt auch nochmal höher und so weiter und so fort. Also wer kennt es nicht? Weil das Tier wird selten montags mittags krank und man kann sofort zum Tierarzt gehen. es ist gefühlt immer freitags abends oder samstags nachts.
Martin:
Genau. Genau, genau so sieht es aus.
Claudia: Und dann erlebst du wahrscheinlich in der Praxis, dass die Menschen denen das passiert dann auch froh sind, dass sie eine Versicherung haben, oder?
Martin:
Ja absolut, absolut. Also ich sag mal, das ist ja, wenn du in die sozialen Medien guckst, und das ist ja nur einfach so. Da gibt es sicherlich auch, ich bin in einigen geschlossenen Gruppen, da läuft das im Zweifel ein bisschen anders ab, dass man da, Mensch super, hat, ich hatte jetzt am Wochenende, was weiß ich, ein Hund ist in irgendeine Scherbe reingetreten und es ist super gelaufen, die 500 Euro und hat der Versicherer gezahlt.
Meistens redet man aber ja nicht über die Dinge, die gut laufen. Und das ist einfach der Großteil der Leute. Und das darf man, wenn man sich in den sozialen Medien umguckt, auch nicht vergessen. Am liebsten wird natürlich erzählt, was nicht funktioniert hat, warum der Versicherer nicht gezahlt hat und und und. Und ich merke dann ganz häufig, manchmal gebe ich mir das, wenn ich solche Diskussionen reingehe und du dann mal wirklich dir die Hintergründe anhörst, dann ist es halt auch ganz häufig, dass ich im Zweifeln einen Versicherer habe, der dann eben 20 Euro weniger kostet. Oder irgendwie vor einem Jahr aus dem Ausland dann gesagt hat, Mensch, in Deutschland kann man jetzt auch mit Tierversicherung Geld verdienen. Wo dann eben einfach Leistungen nicht enthalten sind oder ausgeschlossen sind. Und deswegen ist aus meiner Sicht einfach auch total wichtig, dass man dieses Thema nicht mal nebenbei macht. Selbst die Hundehalterhaftpflicht nicht mal eben nebenbei macht, weil es auch da extreme Unterschiede gibt. Und gerade bei der Hundehalterhatpflichtversicherung denke ich, Güte Leute, ob ich jetzt 60 Euro oder 75 Euro für die Versicherung bezahle, wenn ich doch dann einen deutlich besseren Schutz habe und es geht doch wirklich da, und das ist ein Jahresbeitrag und wirklich für, ich sag mal, alles kannst du nie absichern, aber für den größtmöglichen Teil den besten Schutz habe, dann kannst du auch auf die 15 Euro nicht ankommen.
Claudia:
Worauf sollte man denn unbedingt achten, wenn man sich eine Versicherung anschaut, wenn du das schon angerissen hast?
Martin: Naja, ist, das wird jetzt sehr sehr weit gehen. Also bei einer Hundehalter Haftpflicht ist natürlich wichtig, dass ich sag mal die Versicherungssumme vernünftig hoch ist. Ich glaube, dass fünf Millionen nicht ausreichen. Ich würde mindestens auf die zehn, besser noch auf die 20 Millionen Euro Versicherungssumme gehen, was dann eben irgendwie drei, vier Euro mehr kostet. das ist dann kein entscheidender Faktor, dass so Dinge so… Mach mal die Alltagsdinge klar, dass wenn der Hund über die Straße läuft, das Auto irgendwie in Unfall baut, dass sowas bezahlt wird. Aber auch, was weiß ich, ich bin mit meinem Hund mit dem Camper unterwegs oder ich bin im Hotel oder in einer Ferienwohnung. Und ein gutes Beispiel, du gehst essen, kannst den Hund nicht mitnehmen. Und deinem Hund ist die ersten fünf Minuten in den ersten fünf Minuten so langweilig, dass er dir die Bude auseinander nimmt. Also die Ferienwohnung. Dass solche Dinge bezahlt werden. dass wenn du deinen Hund jemandem gibst und er damit Gassi geht, weil du mal keine Zeit hast, dass das auch mitversichert ist, wenn der Hund dort dann Schäden verursacht. Das geht dann aber noch viel weiter. Wichtig ist einfach, es gibt in Deutschland einen Standard für Versicherungen. So eine Versicherung sollte zumindest mal den Standard einhalten. Es gibt so einen ausländischen Anbieter, der noch nicht mal den Mindeststandards einhält. Ich nenne den Namen jetzt nicht.
Das sind so die grundsätzlichen Dinge. Also es sind so die grundsätzlichen Basics, die wichtig sind, zusammengefasst. Dein Hund verursacht einen Schaden und dann sollte dieser Schaden auch bezahlt werden. Auf der Ebene Personenschäden und auch auf der Ebene Sachschäden. Im Bereich der Krankenversicherung und der OP-Versicherung ist mir halt wichtig, dass ich keine hohen oder keine niedrigen Limitierungen da drin habe. Wenn ich im Bereich der OP-Versicherung eine Limitierung jährlich von 2000 Euro hab, dann hilft mir das nicht wirklich weiter. Im ambulanten Bereich gibt es jetzt Tarife, wo dann teilweise nur 400 Euro oder 800 Euro gezahlt wird. Das kann man machen, dann ist aber wichtig, dass es eigentlich eine OP-Versicherung ist mit bisschen ambulanter Behandlung. Weil wenn ich heute irgendwie bildgebende Verfahren einfach mal nehme, Hund humpelt und muss ein CT gemacht werden, dann sind halt 1000 Euro weg. Das muss man einfach wissen dabei. Das heißt, für mich ist dann wichtig, dass ich möglichst hohe Versicherungssummen habe. Ich sage jetzt mal so Minimum mal 10.000 Euro, wenn es irgendwie geht unbegrenzt. sollten so Dinge wie rassespezifische Krankheiten, HD, ED, Patella Luxation, solche Dinge sollten versichert sein. Und nicht mit einer Wartezeit von 18 Monaten, sondern möglichst kurz, drei Monate, sechs Monate.
Ja, ein Jahr würde ich im Zweifel, je nachdem wie alt der Hund ist, wenn er zu mir kommt, auch noch akzeptieren. Aber 18 Monate sind einfach zum Beispiel viel zu lang. Was haben wir noch? Wie gesagt, Vorsorgeaufwendungen. Mittlerweile gehen die Versicherer dazu über, dass sie Tarifmodule anbieten, wo ich das rauswählen kann. Würde ich in der Tierversicherung nicht machen, weil es einfach nur den Beitrag nach oben her. Bei einer OP-Versicherung. Und das gilt dann für die OP wie für die Krankenversicherung aus. Sollten die Voruntersuchungen natürlich bezahlt werden, inklusive Bildgebender Verfahren. Die OP selber sollte bezahlt werden, auch endoskopisch. Und die Nachsorge bei einer reinen OP ist das nicht ganz unwichtig, sollte auch lang genug sein. Aus meiner Sicht reichen da 14 Tage nicht aus. Je nachdem, was der Hund für eine OP hatte, dauert die Nachsorge eben länger. Da ist es halt dann schon besser, wenn ich vielleicht 60 oder 120 Tage als Nachsorge habe, wo dann eben der Hund noch mal untersucht wird, ist alles in Ordnung, Verbandswechsel, Medikamente, dieser ganzen Kram.
Claudia:
Eine Frage, die ich natürlich auch total spannend finde, gerade aus meiner Perspektive, werden eigentlich auch so Dinge wie Futterberatung von Versicherungen übernommen und wenn ja, weißt du unter welchen Voraussetzungen das möglich ist?
Martin:
Die meisten Versicherer machen es nicht. Mir ist jetzt aktuell keiner bekannt, weil das einfach auch ein Thema ist. Ich glaube, dass das ein sehr individuelles Thema ist. Auch da bin ich wieder bei den sozialen Egal in welcher Gruppe du bist, du hast dann da eben, ich sag mal, so vier Parteien. Du hast die Nassfutterer, du hast die Trockenfutterer, du hast die Baffer, du hast die Veganenernährer. Ich glaube, dass ein Versicherer dich da bewusst raushält und ich kann es nachvollziehen, weil du kannst dann nur verlieren. Und was die Kosten angeht, da habe ich wieder das Thema. Wenn ich Futter berate, wo hört das auf? Wo fängt es an? Der Versicherer zahlt dann Geld, weiß aber immer noch nicht, hält sich der Kunde dran oder hält er sich nicht dran. Du kannst es nicht kontrollieren. Dann wäre es wieder was anderes. Deswegen übernehmen Versicherer das in der Regel nicht. Ich sehe das aber auch nicht als Aufgabe des Versicherers, sondern das ist ja die Verantwortung, die jeder Einzelne hat, sich damit zu beschäftigen. Was haue ich meinem Hund rein und macht das Sinn oder macht das keinen Sinn?
Weil das ist auch ein Punkt. Ich kann mich dran erinnern, als ich angefangen habe mit dem Thema. ich mir Entwicklung so angucke, dann ist schon auffällig, wie viele Hunde heute Allergien haben beispielsweise. Und dass das im Zusammenhang, im Zweifel auch mit Futter steht, das sehe ich schon.
Claudia:
Auf jeden Fall. Also das ist auch mit einer der Hauptgründe, warum Leute ganz häufig zu mir kommen. Wir haben jetzt sehr hundspezifisch gesprochen. Gibt es denn aber auch noch Unterschiede zu Pferden und Katzen, die man beachten sollte?
Martin:
Na ja, sagen wir es mal so. Zu Katzen gab es Unterschiede bis Ende 2022. Das ist das, was im Nachgang, weil Katzen ja statistisch weniger häufig krank werden als Hunde. Das heißt, man ist halt auch nicht so oft mit denen beim Tierarzt. Katzen sind, was die Gebühren-Orden der Tierärzte angeht, Ende 2022 mit Hunden gleichgestellt. Das heißt, Katzen sind in der Behandlung genauso teuer wie Hunde.
Martin:
Das war vorher anders. Und das ist für viele Katzenbesitzer auch ein echtes Thema, dass sie feststellen, Puh. Die Versicherungen sind noch günstiger, weil eben die Schadenhäufigkeit nicht so stark da ist.
Bei Katzen schlägt die GOT eben auch durch. Und da sind es eben dann ein bisschen anders geartete Probleme. Bei Katzen geht es ja häufig um die Zähne. Das, was ich so von Tierärzten gespiegelt bekomme, ist, dass 60 bis 70 Prozent aller Katzen irgendwann mal Probleme mit den Zähnen haben. Deswegen ist das beispielsweise ein Thema, was versicherungstechnisch noch ein Stück weit anders aus meiner Sicht behandelt werden sollte als bei Hunden. Wo das nicht immer so ein Riesenthema ist.
Wenn ich ein schönes Beispiel, Thema Zahnreinigung beinehme. Zahnreinigung, kostet das? 120 Euro. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist aber, versuch mal eine Katze ohne Betäubung eine Zahnreinigung zu machen. Das funktioniert nicht. Das heißt, du bist bei einer Zahnreinigung, das gilt aber für Hunde genauso wie für Katzen, schnell mal, je nachdem bei welchem Tierarzt du bist, bei 400 bis 600 Euro für eine Zahnreinigung.
So Pferde ist nochmal ein komplett separates Thema. Pferde ist im Moment, ich glaube, was die Versicherungsprämien angeht beispielsweise sind wir komplett aus meiner Sicht am Anschlag dessen, was Kunden überhaupt noch leisten können. Die Krankenversicherung, wenn du einen halbweg vernünftigen Tarif hast, bist du schnell bei 300 bis 400 Euro im Monat. Im OP-Tarif sind wir so um die 100 Euro im Monat. Wir haben aber jetzt teilweise Versicherer, die mittlerweile Deckelungen einbauen. Also die sagen, wir zahlen nur noch 50.000 Euro maximal. Als Beispiel, ja, weil … Das kann man auch mal offen so sagen. Es gibt mittlerweile einige Investoren, die in Deutschland sehr viele Kliniken gekauft haben.
Wenn ein Investor in eine Klinik einsteigt, was will er dann am Ende? Geld damit verdienen. Wenn ich dann höre von Tierärzten, dass es teilweise Rechnungen gibt, also Kulikooperationen, Nachbehandlungen oder sonst irgendwas, Pferde dann, ich sag mal, 14 Tage irgendwo in der Klinik sind und am Ende Rechnungen über 100.000 Euro da rauskommen, dann ist das halt einfach krank.
Es gibt mittlerweile nicht mehr so wahnsinnig viele Versicherer, die überhaupt noch eine Krankenversicherung für Pferde anbieten. Und im OP-Bereich sind die Leistungen schon einen Ticken zurückgefahren worden, weil die Kosten einfach so dermaßen explodiert sind. Ich gestern noch einen Bericht darüber gesehen, dass wirklich immer mehr Leute ihre Pferde abgeben, weil es einfach nicht mehr leistbar ist.
Claudia:
Ich habe selber ja auch ein Pferd und ich weiß, das ist wirklich enormer Luxus. Aber das war es halt schon immer. man muss tatsächlich bereit sein, das Geld aufzuwenden. Also sowohl für die normale Haltung für das Futter als auch für entsprechend solche Situationen. Also ich habe zum Glück eine gute OP-Versicherung, dass ich mich verlassen kann, dass ich sage,
Im Notfall muss ich mir keine Sorgen machen und für alles andere muss ich entsprechend Rücklagen haben oder das entsprechend im Alltag berücksichtigen. Wenn jetzt jemand zuhört und denkt, Gott, mit dem ganzen Thema habe ich mich noch gar nicht beschäftigt, was wäre deiner Meinung nach der erste Schritt, derjenige tun kann?
Martin:
Das ist ja völlig menschlich. würde mich erstmal so ein bisschen umgucken, ein bisschen vergleichen. Am Ende des Tages ist es aber so, wir haben mittlerweile über 40 Anbieter in Deutschland, die Tierversicherungen anbieten und es gibt keine Norm. Was muss da drin sein? Was muss da nicht drin sein? Das heißt, jeder strickt seine Tarife, wie er möchte. Der eine hat grundsätzlich einen Selbstbehalt drin. Der nächste sagt, mach ohne Selbstbehalt. Nach vier Jahren hast du aber nur noch 80 Prozent Erstattung. Dann das ganze Thema, welche Krankheiten sind drin, welche sind nicht drin. Es gibt Versicherer, sagen, das sind die Krankheiten, die wir ausschließen. Es gibt andere Versicherer, die sagen, das sind die Krankheiten, die wir eingeschlossen haben. Weißt gar nicht, du musst Tierarzt sein, beurteilen zu können, was ist denn jetzt ausgeschlossen. Das heißt, ist extrem schwierig, also ich bin für Vielfalt, aber es ist einfach aktuell extrem schwierig geworden, eine vernünftige Auswahl zu finden. Deswegen ist mein Rat der, sich jemanden zu suchen, der sich erstens mit dem Thema auskennt, der es nicht nur so nebenbei macht, sondern der da auch in der Tiefe drin steckt und der die Möglichkeit hat, sich auch den Markt anzuschauen und nicht nur bei einer Gesellschaft beschäftigt ist. Ja, jetzt hat die vielleicht einen guten Tarif, aber es gibt trotzdem immer Dinge, nehmen wir zum Beispiel mal, jetzt nenne ich einfach mal Versichern, Barmenia hat aus meiner Sicht sehr, gute Tarife. So, habe ich aber eine französische Bulldogge oder einen Boxer oder einen Mops oder sowas, ja? dann ist das halt nicht die erste Wahl, weil das brache-zephale-Syndrom, also die Deformation des Kopfes, ist in dem Tarif nicht versichert. Nirgendwo. In keinem Tarif des Versicherers. Heißt nicht, dass der Versicherer Mist ist, aber für diesen Hund macht diese Versicherung keinen Sinn. Das heißt, da brauche ich eine Alternative. Ich sag jetzt mal, eine Hanse-Merkur oder eine Cleos oder eine Uelzener. Ja? So, und die… Ich würd mir jemand suchen, der grundsätzlich mal überhaupt die Möglichkeit hat…dann auch diese Entscheidung treffen zu können. am Ende zu gucken, was hast du für einen Hund, wie alt ist dein Hund, wie ist der Gesundheitszustand deines Hundes, was möchtest du abgesichert haben und daraus dann eine entsprechende Lösung zu machen und vor allen Dingen, dir diese dann auch zu präsentieren, ob das online ist, ob du einen Leistungsvergleich bekommst und und und. Völlig egal. Und dass du eine Grundlage hast, in Ruhe entscheiden zu können.
Und wo ich immer unruhig werde, und das höre ich auch immer wieder, ist, sobald du plötzlich jeden Tag Anrufe bekommst und Leute Druck aufbauen, würde ich jedes Gespräch beenden. Jedes Gespräch. Da hätte ich keine Lust drauf als Kunden. Und ich finde so die Art und Weise wirklich diesen Druckaufbau, hey, du willst doch das für deinen Hund machen, schließ doch jetzt ab, schließ doch jetzt ab. Also spätestens das wäre für mich das erste große Warnsignal, lieber nicht.
Claudia:
Okay. Und wie kann man dich erreichen, wenn man sich bei dir jetzt beraten lassen möchte nach dem Interview?
Martin:
Also einmal über die Seite www.docfers.de. Wir haben mehrere Möglichkeiten. Einmal haben wir einen eigenen Vergleichsrechner, der eben Bewertungen macht.der auch Tarife gegenüberstellt und auch ganz klar sagt, was finden wir gut, was finden wir nicht gut. Da kann man sich erste Informationen holen, man möchte. Man kann bei uns einen Termin buchen oder auf der Webseite steht auch eine Telefonnummer und dann geht es direkt in unser Support-Team. Sollte da mal besetzt sein, weil wir häufig viele Anrufe haben, dann rufen meine Mitarbeiterinnen auch immer zurück, sodass man auf jeden Fall dann auch eine menschliche Stimme hat.eine KI-Stimme, die die dann weiterhilft.
Claudia:
Alles klar. Wir verlinken die Homepage auf jeden Fall hier unterm Podcast. Ja, Martin, vielen Dank. Das hat doch sehr viel Aufschluss gegeben und ich bin mir sicher auch für unsere Zuhörer hat das Großen, ja, gute Erkenntnisse gegeben und deshalb sage ich vielen Dank für das tolle Interview.
Martin:
Super! Sehr, gerne. Hat mich gefreut. Bis dahin.
Hier geht es zum Vergleichsrechner – mit dem Gutscheincode Futterplanschmiede – erhälst du eine Gutschrift in Höhe von 15 EUR!
