#34 -Kundeninterview mit Anna – Wie sie ihre Kater gesund gefüttert hat

Wie Anna aus zwei trägen Katern zwei kleine schwarze Panther gemacht hat.

Heute wird es persönlich – und praktisch. Ich habe Anna zu Gast, die ich mittlerweile eine ganze Weile mit ihren beiden Katern begleite. Kundeninterviews liegen mir besonders am Herzen, weil man aus echten Erfahrungen oft am meisten mitnimmt: Was hat sich verändert, was hat gut funktioniert – und was vielleicht auch nicht.

Zu Gast in dieser Folge

Anna und ihre beiden Kater

Anna ist Sozialarbeiterin und lebt mit Assistenz und Unterstützung in ihrem Alltag – das spielt später eine wichtige Rolle, weil viele verschiedene Menschen bei der Versorgung der Kater mithelfen. Ihre beiden schwarzen Kater sind Brüder, aber im Wesen grundverschieden. Einer war der gemütliche „Garfield“-Typ, der andere kämpfte mit wiederkehrenden Struvit-Problemen.

Wie war die Situation am Anfang?

Anna

Die beiden sind meine ersten eigenen Kater, die ich von klein auf hatte. Deshalb habe ich schnell gemerkt: Ich möchte alles richtig machen. Und es hatten sich ein paar gesundheitliche Probleme eingestellt – einer war so ein bisschen ein „Garfield“-Kater, das wollte ich unbedingt in den Griff bekommen.

Vor allem aber hatte mein einer Kater in regelmäßigen Abständen Blasenentzündungen. Die ließen sich nur mit Schmerzmitteln und Antibiotika behandeln. Durch meine eigene Situation kenne ich mich mit Medikamenten gut aus – und mir war schnell klar: Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Er ist erst vier Jahre alt. Ich wollte mir keinen chronisch kranken Kater „heranzüchten“.

Anna

Meine Tierärztin hatte mir ein sehr klassisches, bekanntes Futter empfohlen. Ich habe drauf geschaut und gesehen: Da ist wahnsinnig viel Zucker drin. Und dann habe ich weitergeschaut – überall war wahnsinnig viel Zucker drin.

Meine alte Katze ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. So weit wollte ich es gar nicht erst kommen lassen. Aber Werbeversprechen, tausend Dinge zum Nachlesen … ich dachte nur: Nee, da steige ich niemals durch. Da brauche ich jemanden an meiner Seite, der sich wirklich auskennt.

Eine Freundin hatte gute Erfahrungen mit einer Futterberatung für ihr Pferd gemacht – ihr Wallach hat Asthma. Da hatte ich das gute Beispiel, was sich mit Futter machen lässt.

Die größte Sorge: Passt das überhaupt in meinen Alltag?

Anna

Ich hatte ehrlich Sorge: Kriege ich so eine Futterberatung überhaupt umgesetzt? Ich lebe mit Assistenz, sehr viele verschiedene Menschen unterstützen mich. Die Frage war: Wie praktikabel ist das im Alltag? Was, wenn wir zu dem Schluss kommen, dass ich fünfmal am Tag füttern muss? Das wäre für mich nicht umsetzbar gewesen.

Aber ich hatte von Anfang an das Gefühl – weil du mich gefragt hast, was für mich das Praktikabelste wäre –, dass wir gemeinsam einen guten Weg finden. Und den haben wir gefunden.

Claudia

Das ist mir super wichtig: Die Fütterung muss immer in den Alltag der Person passen. Ich kann den besten Futterplan erstellen – wenn er nicht alltagstauglich ist, nutzt er am Ende niemandem. Klar wäre für eine Katze als Häppchenfresser theoretisch fünfmal täglich das Optimum. Aber wenn das Futter nicht dauerhaft stehen bleiben kann, weil sie sich sonst überfressen, dann ist die Lösung, die wir gefunden haben, deutlich praktikabler.

Die Zucchini-Geschichte

Anna

Wir haben uns entschieden, dass ich morgens Trockenfutter füttere und abends frisch koche. Erst hatten wir überlegt: Möhre wäre doch super, ist leicht süßlich, wird gerne genommen. Ja – bei meinen Katern ehrlicherweise nicht. Die Möhre wurde eher wieder ausgespuckt.

Man hätte sagen können: Lass ich einfach so, sie sollen ja sowieso abnehmen. Aber das haben wir nicht gemacht. Wir haben überlegt, was die Alternative sein könnte – und einen absoluten Liebling gefunden: Zucchini. Das läuft jetzt seit einem halben Jahr richtig gut. Ich als Mensch verstehe es nicht ganz, aber die beiden finden Zucchini großartig.

Claudia

Und das ist das Schöne: Den Vorschlag hast du gebracht. Du kennst deine Kater, du weißt, was sie mögen – und ich kann schauen, wie es in die Ration passt. Dieses Zusammenspiel hat sich perfekt ergänzt.

Selber kochen – ohne dass es den Alltag sprengt

Anna

Ich dachte erst: Selber kochen, ist das nicht super aufwendig? Erst habe ich es mit Trockenfleisch probiert, weil es einfacher in der Handhabung ist. Aber richtig gut war das nicht – es kam sogar zu einer gesundheitlichen Verschlechterung bei meinem Kater mit den Struvitsteinen. Dann habe ich mich doch zum frischen Kochen durchgerungen. Und trotzdem eine sehr gute Lösung gefunden.

Annas Meal-Prep-Trick

„Ich koche das Fleisch, wenn ich es gekauft habe, und vakuumiere es dann portionsweise ein. Ein Vakuumiergerät hatte ich sowieso. So hole ich mir immer genau die Menge raus, die ich brauche – der Aufwand hält sich wirklich in Grenzen. Und es ist egal, wer gerade da ist: Das kriegt jeder hin. Beim Abkochen kann ich schauen, wer da ist und wer sich das vorstellen kann – manche möchten ja kein Fleisch anfassen. So findet sich immer eine Lösung.“

Warum trotzdem etwas Trockenfutter?

Anna

Mir war wichtig, dass Trockenfutter mit dabei ist – nicht, weil es einfach ist, sondern weil die Zähne etwas für den Abrieb haben sollen. Bei meiner alten Katze waren die Zähne in desolatem Zustand. Die Jungs werden jetzt gerade vier, ich möchte die Zähne so lange wie möglich gut erhalten.

Claudia

Und wir haben ein Trockenfutter gefunden, das sowohl von den Nährstoffen als auch für die Struvit-Thematik gut geeignet ist – und das du morgens, wenn du berufstätig bist, praktikabel füttern kannst. Eine reine Trockenfütterung ist gerade bei Katzen, die zu Übergewicht neigen, schwierig, weil man mit der Menge extrem haushalten muss. Wir sind inzwischen bei einer relativ geringen Menge – ergänzend, für die Zähne, ist es aber eine gute Sache.

Der versteckte Grund fürs Übergewicht

Anna

Mein einer Kater ist wirklich der Staubsauger. Wir sind in diesem Dreivierteljahr etwa 1,4 Kilo runtergegangen – und das lag noch nicht mal so sehr an den Mengen, sondern an der Zusammensetzung des Trockenfutters. Aber auch daran, dass mir vorher nicht aufgefallen war, dass er den Staubsauger spielt und seinem Bruder das Futter wegfrisst.

Ich hätte sie auch nicht in zwei getrennten Räumen füttern können, denn dann fressen sie gar nicht. Jetzt stehen die Näpfe relativ weit auseinander – und interessanterweise besteht trotz der geringeren Mengen aktuell gar kein Futterneid mehr.

Was sich bei den Katern verändert hat

−1,4 kg

und das Gewichtsziel nach knapp einem Dreivierteljahr erreicht

Vorher

  • Wiederkehrende Blasenentzündungen – die Tierärztin dachte bereits über eine Operation nach
  • Deutliches Übergewicht, träge, bewegungsunlustig
  • Stumpfes Fell, ständiges Haaren
  • Sehr viel Zucker im empfohlenen Futter

Nachher

  • Struvit-Thematik im Griff, keine Antibiotika-Runden alle paar Monate
  • Gewichtsziel erreicht – agil, abends wird durch die Wohnung getobt
  • Glänzendes Fell: „zwei kleine schwarze Panther“, deutlich weniger Haaren
  • Klare, alltagstaugliche Fütterungsstruktur
Anna

Beim einen war die Struvit-Problematik so weit, dass die Tierärztin über eine Operation nachgedacht hat, weil sich die Blasenentzündungen so gehäuft hatten. Und das Fell: Ich fand immer, es sah gut aus. Rückblickend muss ich sagen – nein, tat es nicht. Jetzt habe ich den Vergleich. Gerade bei schwarzem Fell sieht man das: zwei kleine schwarze Panther mit glänzendem Fell.

Und wie agil die beiden geworden sind! Abends ab halb acht geht die Post ab, es wird durch die Wohnung gejagt, den Kratzbaum rauf und runter. Ich hatte immer gedacht, viel Haaren sei normal – zwei Fellwechsel im Jahr, das redet man sich ein bisschen schön. Aber das hat sich sehr stark und sehr positiv verändert.

Claudia

Das sind so tolle Anzeichen dafür, dass die Nährstoffversorgung wirklich passt. Mit mehr Gewicht auf den Rippen fällt Bewegung schwer – das ist bei uns Menschen ja genauso. Und Dauerhaaren hält man für normal, wenn man es nicht anders kennt. Aber wenn die Tiere gut eingestellt sind, merkt man oft: Eigentlich ist das gar nicht angesagt.

Was sich für Anna persönlich verändert hat

Anna

Die Struktur, die wir erarbeitet haben, behalte ich auf jeden Fall bei. Mein komplettes Assistenzteam zieht mittlerweile mit – Samstag ist Wiegetag, ich habe mir sogar eine Babywaage zugelegt, die gehört jetzt zur Einrichtung. Die Struktur finde ich gut, weil man schnell eingreifen kann, wenn es in eine Richtung geht, die nicht so gut ist.

Überrascht hat mich, wie positiv sich alles entwickelt hat. Mir war klar, was für ein Faktor Ernährung ist – aber wie gut das funktioniert, hat mich schon überrascht. Und ehrlich: auch, dass ich das so durchgezogen habe. Bei Tieren kommt schnell das Herz durch, man denkt „was tue ich euch an“ – aber im Hintergrund war immer der Gedanke: Ich weiß, wofür ich das tue.

Ihr werdet mir irgendwann dankbar sein, dass wir nicht alle drei Monate beim Tierarzt landen.

Annas Rat an alle in einer ähnlichen Situation

Anna

Trau dich, eine Ernährungsberatung für dein Tier in Anspruch zu nehmen – auch wenn dein Umfeld sagt: Was machst du denn da, ist das nicht rausgeschmissenes Geld, du kannst doch einfach auf die Zutatenliste gucken und ein bisschen googeln.

Nein, das kann man nicht. Spätestens nach dem fünften Futter denkt man sich: Oh Gott, Knoten im Kopf – wo ist mein Chemiestudium? Ich bin Sozialarbeiterin, keine Ernährungsphysiologin. Langfristig spart man sich damit sogar Geld, und man macht sich ein schöneres Leben, weil man glücklichere und entspanntere Tiere hat.

Wenn ihr euch unsicher fühlt, sucht zumindest mal den Erstkontakt und guckt, was für euch und euer Tier möglich ist.

Liebe Anna, danke für dieses tolle Interview. Ich habe großen Respekt davor, was du und deine beiden Kater in den letzten Monaten geleistet und erreicht habt.

Shownotes

Du erkennst dich wieder? Der nächste Schritt:

  • Kostenloses Kennenlerngespräch Wir lernen uns kennen, sprechen über eure Situation – und du entscheidest anschließend in Ruhe, ob du mit mir arbeiten möchtest. Ganz unverbindlich.
  • Die Beratungspakete im Überblick Von der einmaligen Umstellung bis zur langfristigen Begleitung – so, wie Anna es gemacht hat. Mit optionaler WhatsApp-Betreuung.

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1 Kommentar zu „#34 -Kundeninterview mit Anna – Wie sie ihre Kater gesund gefüttert hat“

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