Wenn wir über das Thema Tiergesundheit sprechen, sprechen wir früher oder später auch immer über das liebe Geld.
Futter.
Tierarzt.
Impfungen.
Versicherung.
Physiotherapie.
Training.
Verhalten.
Stall, Zubehör und Spielzeug, Technik.
Und irgendwann taucht diese Frage auf – manchmal leise, manchmal sehr laut und direkt.
Wer zum Teufel soll das alles bezahlen?
In dieser Folge werfe ich einen ehrlichen Blick auf die Kosten rund um unsere geliebten Haustiere.
Es soll um realistische Zahlen gehen und darum tragfähige Entscheidungen zu treffen, die . die deinem Tier und dir guttun. Denn Niemand ist geholfen, wenn du dich unter Druck setzt deinem Tier alles zu ermöglichen und irgendwann nicht mehr weisst, wie du das alles noch bezahlen sollst. .
Hello und schön, dass du heute wieder dabei bist.
Ein großer Teil der Kosten rund um die lieben Tiere sind nicht verhandelbar.Und genau deshalb ist es so wichtig, Pflichtkosten klar zu erkennen und zu benennen – bevor man sich bei Zusatzthemen unter Druck setzt.
Verantwortung heißt in meinen Augen nämlich nicht, alles auf einmal zu machen. Verantwortung heißt, die richtigen Prioritäten zu setzen und sie immer wieder zu überprüfen.
Gesundheit sollte nämlich kein teures Dauer-Abo sein.
Wir sprechen heute über die Kosten zu allen Tieren um die es hier bei mir im Podcast geht – nämlich Hunde, Katzen und Pferde und wir starten mal mit dem Hund:
Beim Hund gibt es einige Ausgaben, die zur Grundversorgung gehören
und deshalb meines Erachtens regelmäßig eingeplant werden sollten.
- passendes, hochwertiges Futter ( abhängig vom Hund, daher kann ich hier wirklich keine konrketen Zahlen nennen. Ich habe Futterkosten von ca. 100 -120 Euro pro Hund pro Monat, meine Hunde sind jedoch auch mit 23kg und 16 kg nicht gerade klein und haben durch Allergie und andere gesundheitliche Themen und Alter zudem spezielle Bedürfnisse…)
- regelmäßige Impfungen, individuell abgestimmt – das kann man auch schlecht pauschal sagen. ich würde je nach Hund sagen, dass man hier auch 100 – 150 EUR pro Jahr im Durchschnitt einplanen sollte.
- Zahngesundheit hier kommt es natürlich auch ganz auf den Hund und die Maßnahmen an – da gibt es ja ganz viele verschiedene Möglichkeiten – von regelmäßigen Kauartikeln, Futterzusätzen, Zähne putzen bis hin zur Zahnsteinentfernung beim Tierarzt (welche schnell 400 – 1000 EUR kosten kann).
- Parasitenbehandlung – auch hier gibt es ja verschiedene Möglichkeiten und Mittel (komplett darauf zu verzichten halte ich jedoch für keine gute Idee- ich plane dafür auch rund 100 EUR im Jahr pro Hund ein.)
- Hundesteuer (das ist abhängig von der jeweiligen Gemeinde und Stadt – das kann zwischen 120 und 300 EUR pro Jahr betragen. Wir persönlich haben das Glück, dass wir im Außenbezirk wohnen und ein Hund steuerlich als Wachhund laufen kann und dann nur die Hälfte kostet. Die Hundesteuer ist jetzt kein klassicher Gesundheitsfaktor, aber sie gehört eben auch zur Realität – und sollte daher im Budget berücksichtigt werden.
- Ein weiteres Thema sind Rücklagen oder eine Kranken-/OP-Versicherung. Bei einer Krankenversicherung ist man je nach Alter des Hundes schnell auch bei 100 EUR im Monat und ganz oft sind dann die üblichen Kosten für Impfung und Parasitenprophylaxe dann oftmals gar nicht oder nur in geringen Summen enthalten. Das muss jeder selbst wissen, ob er das investieren will – gerade in den letzten Jahren sind die Kosten aufgrund der gestiegenen GOT ja auch einfach bei den Versicherern explodiert. Ich selbst habe für alle Tiere aber von Anfang an eine OP-Versicherung gemacht. Die Kosten dafür sind auch abhängig von Alter und Umfang der Versicherung, weshalb man das nicht pauschalisieren kann. Günstige Tarife haben oftmals auch nur sehr geringe Leistungen – hier sollte man sich gut informieren. Das wäre eine eigene Podcastfolge wert und da habt ihr mich direkt auf eine Idee gebracht…. 🙂 Ich glaube ich kenne da jemanden, der auch ein spannender Interviewgast zu diesen thema sein könnte. Eine Alternative zu den Versicherungen ist es natürlich selbst Geld zur Seite zu legen für den Fall, dass das Tier erkrankt oder eine OP ansteht. Die Gefahr, wenn es ohnehin schon knapp ist, dann muss man das natürlich auch erstmal konsequent machen. Falls ihr diese Variante wählt, empfehle ich auf jeden fAll ein separates Konto wo das auch per Dauerauftrag hingeht. Eine Versicherung ersetzt keine grundsätzlich kein Fürsorge aber sie kann die Entscheidungen entspannen, wenn es mal ernst wird.
Kommen wir dann als nächstes zu den weiteren optionalen Kosten: Hierunter fallen meiner Meinung nach Kosten für Physiotherapie, Training, Futterberatung oder Zubehör.
Fangen wir mal mit der Physiotherapie an. Auch hier lohnt es sich regelmäßig ohne akute Verletzung zu investieren. Regelmäßige Physiotherapie ist eine Art Vorsorge. Sie hilft z.B. auch , Bewegungsmuster früh zu erkennen und Überlastungen zu vermeiden. Trotzdem wenn keine akuten Beschwerden da sind, darf das auf der Prio-Liste natürlich etwas nach unten rutschen. In dem Bereich kann man sich natürlich auch wertvolles Wissen selbst aneignen und z.B. Kurse für Massagen oder bestimmte Griffe zu erlernen, um anschließend eigenständig zu beurteilen, wann eine Behandlung sinnvoll ist und wie man Probleme erkennt. Vorteil an der Wissensaneignung ist natürlich, man investiert einmalig und kann dann auch nicht nur seinem jetzigen Tier sondern vielleicht auch zukünftigen Tieren gut helfen.
Kommen wir zum Training und der Beziehungsarbeit. Training und Beziehungsarbeit hilft Hunden sich in unserer Welt gut und sicher zurechtzufinden und uns Menschen den Alltag stressfrei und angenehm mit den Hunden zu gestalten. Auch hier gilt, man kann dabei viel selbst lernen, was man auch zukünftig anwenden kann und sind die Grundlagen erstmal gelegt, dann ist das in den meisten Fällen auch nicht erforderlich ein leben lang im Training zu verbringen und somit auch kein dauerhafter Kostenfaktor bzw. muss es nicht sein. Und da sind die Vorlieben natürlich auch ganz unterschiedlich. Aber auch hier gilt, wenn der Alltag gut funktioniert und es eine sinnvolle Grundlage gibt, dann sind das keine Pflichtkosten. Für Hundeanfänger oder mit einem Welpen oder wenn ein akutes Problem besteht, dann aber sicher gut investiertes Geld sich in diesem Bereich von einem Profi begleiten zu lassen.
Kommen wir zu meinem Lieblingsthema und auch Schwerpunkt: Futterberatung. Natürlich sind das auch keine dauerhaften Kosten – dennoch halte ich es für absolut sinnvoll, dass man sich in verschiedenen Lebensphasen Hilfe und Unterstüztung holt gerade bevor man anfängt wild tausend Dinge auszuprobieren, sich unsicher ist, der Hund noch im Wachstum ist, krank oder womöglich allergisch ist. Eine gute Futterberatung spart oft Geld nach hinten raus, wel planloses Wechsel und unnötige Zusatzprodukte damit verhindert werden können und weil mal viele gesundheitliche Baustellen mit einem passenden und hochwertigen Futter verhindern kann. Zudem gibt es auch hier die Möglichkeit für normale gesunde Fellnasen sich Grundlagenwissen zuzulegen und Futter und Rationen somit selbst so gut einschätzen zu können. Eine Invenstition in wissen und gezielte Unterstützung ist daher auch sinnvoll. Schaut aber bitte bei der Wahl des Futterberaters genau hin – gute Betreuung kostet eben Geld und viele Anbieter, die Beratungen günstig oder kostenlos anbieten sind nicht unabhängig und habe das Ziel eine bestimmte Marke zu verkaufen. Unabhängige Berater werden nicht für das Empfehlen bestimmter Produkte bezahlt und erhalten daher keine Provision – dafür könnt ihr sicher sein, dass Produkte empfohlen wurden, weil sie passen und nicht aus monetären gründen. Weiterer Tipp – schaut auch darauf, wo und was derjenige gelernt hab und hinterfragt auch ob der Prozess zu Euch und Eurer Erwartung passt.
Falls du über meinen Prozess mehr erfahren möchtest, dann hör auch gerne noch in meine letzte Folge rein – da erzähle ich dir wie eine Beratung in der Regel bei mir so abläuft. Wenn du erstmal mit Grundlagenwissen starten willst, dann kannst du z.B. mit meiner kostenlosen 5-teiligen E-Mailserie starten. Da bekommst du völlig kostenlos Orientierung wie du erkennen kannst, ob ein Futter gut ist und anhand von welchen Anzeichen dein Tier dir zeigt, ob das Futter auch zu deinem Tier passt. Kurse zum Thema Rationsgestaltung sind auch schon in Planung – wenn du da nichts verpassen möchtest, dann meld dich gerne zu meinem Newsletter an um nichts mehr zu verpassen oder aboniere diesen Podcast – dann erfährst du als erstes, wenn es soweit ist.
Aber kommen wir zurück zum Thema Geld – zuletzt auf der Liste für die optionalen Kosten steht bei den Hunden das Spielzeug und Zubehör.
Leine, Halsband, Geschirr (das gehört für mich zur Grundausstattung für jeden Hund) Und vor allem wenn der Hund an der Leine zieht oder wenn eine Flexileine da ist, sollte zwingend ein Geschirr vorhanden sein. Ansonsten sind jetzt wieder tausend Varianten meiner Meinung nach überflüssig. Auch Mäntel gehören dazu – egal ob Bademantel zum Trocknen oder Regen- bzw. Wintermantel – in meinen Augen für viele Hunde kein Muss, sondern eher ein Luxus. Das gilt natürlich nicht für Hunde mit wenig Unterfell – da kann das natürlich sinnvoll sein – für viele Ist es jedoch überflüssig. Ich nutze für meine Hunde auch gerne mal einen Regenmantel oder einen Bademantel, aber ich würde auch ohne beides auskommen, daher nur ein optionaler Kostenpunkt – genau wie Spielzeug – natürlich ist es schön, aber gerade für Beschäftigung kann man auch mit einfachen Mitteln selbst kostengünstig etwas zusammenbasteln – von daher absolut optional. Ein GPS-Tracker kann Sicherheit geben –
vor allem bei jagdlich motivierten Hunden oder in unübersichtlichem Gelände. Er ersetzt kein Training, aber er kann den Menschen ruhiger machen.
Und das zählt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es bei Hunden oft folgende Kostenfallen gibt:
- viele Supplemente gleichzeitig
- ständiger Futterwechsel
- Zubehör, ungeeignetes Spielzeug oder Technik und Abos die nicht zwingend notwendig sind
Wenn alles parallel läuft, verliert man schnell den Überblick.
Dann kommen wir jetzt zu den Katzen.
Da haben wir natürlich einige ähnliche Punkte wie bei den Hunden aber auch ein paar unterschiedliche:
Grundsätzlich werden bei Katzen die monatlichen Kosten oft unterschätzt, weil Probleme lange unauffällig bleiben.
Aber schauen wir zunächst wieder auf die Pflichtausgaben – gleich wie bei den Hunden haben wir hier z.B.:
- hochwertige, artgerechte Fütterung
regelmäßige Impfungen, angepasst an Haltung & Risiko - Zahngesundheit
- Parasitenvorsorge
und
- Rücklagen oder Versicherung
Die Hundesteuer entfällt bei Katzen, dafür fallen zusätzliche Kosten für Toilette und Katzensteu an, die ebenfalls nicht zu unterschätzen sind – eine ausreichende Hygiene ist auch wirklich wichtig für Katzen.
Grundsätzlich kann man sagen – bei Katzen ist Vorsorge oft günstiger als spätere Regeneration oder Gesundung.
Aber auch hier gibt es natürlich jede Menge optionale Kosten:
Auch für Katzen kann Physiotherapie interessant sein. Gerade ältere oder arthrotische Katzenprofitieren enorm von regelmäßiger, sanfter Physiotherapie. – Hier gilt es aber auch gut beobachten.
Training – auch Katzen lassen sich trainieren und mit einem guten Coaching kann man das Verhalten von Katzen besser verstehen und somit auch die Beziehung verbessern – Verhaltensauffälligkeiten oder Unsauberkeit sind bei Katzen keine Seltenheit. Geld auszugeben für einen guten Trainer oder ein Programm in dem man die Grundlagen für das Verhalten und Training verstehen lernt ist Super Sinnvoll aber eben auch keine Pfichtausgabe. Verhalten ist bei Katzen aber oft ein früher Hinweis darauf, dass es etwas nicht stimmt und kein Trotz oder kein Zufall.
Eine Futterberatung kann auch für Katzen wirklich sinnvoll sein. Katzen sind sehr wählierisch und verschmähen gern Futter und lassen sich nur schwer umstellen – oder sind oftmals viel zu dick und müssen abnehmen, aber beides sollte gut begleitet werden, denn wenn eine Katze hungert (unabhängig davon ob sie das Futter nicht mag, oder nicht bekommt) kann es bei Katzen sehr schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Von daher ist hier jemand der mit Erfahrung dabei hilft die richtigen kleinen Schritte zu gehen wirklich wertvoll. Aber natürlich auch keine Pflichtausgabe. Trotzdem rate ich bei Katzen wirklich nicht zum experimentieren – das geht schnell nach hinten los und eine gute Beratung bringt Ruhe und Sicherheit
wenn Gewicht, Verdauung oder Futterunsicherheit belasten. Auch hier kann ich dir als ersten schritt wieder meine kostenlose E-Mailserie ans Herz legen für etwas mehr Wissen in diesem Bereich. Ich verlinke euch das hier auch in den Shownotes.
Im Futterbereich verpufft das Geld übrigens oft in Spezialfutter obwohl es keine klaren Diagnosen gibt, in ständigen Wechseln oder irgendwelchen Zusatzprodukten, die gar nicht gezielt gefüttert werden.
Zum Schluss haben wir natürlich hier auch Spielzeug und Zubehör. Auch hier gilt:
lieber gezielt investieren als ständig neue Sachen kaufen.
Kommen wir jetzt zum Schluss noch zu den Pferden – hier haben wir enorm hohe Fixkosten und oft sehr wenig Spielraum. Deshalb ist beim Pferd der finanzielle Druck oft besonders hoch,weil viele Kosten dauerhaft anfallen.
Wir haben als Pflichkosten:
- Stallmiete je nachdem, wo und wie dein Pferd untergebracht ist und welche Leistungen enthalten sind,können sofern du dein Pferd nicht bei dir zu hause untergebracht hast, zwischen 150 und 800 EUR monatlich sein.
- Heu / Raufutter und Einstreu falls nicht in den Stallkosten enthalten ist (auch hier ist es schwer eine realistische Größe zu nennen.
- passendes Ergänzungsfutter zum Heu
- regelmäßige Impfungen
- Hufbearbeitung
- Ebenfalls nicht verhandelbar in meinen Augen regelmäßige Zahnkontrollen
Und auch hier haben wir natürlich die - Rücklagen oder die OP-Versicherung
- passendes Equipment (Sattel, Trense, Decken, etc.)
Die Stallmiete ist dabei häufig der größte Kostenblock.Sie bestimmt,wie viel finanzieller Spielraum für Zusatzthemen überhaupt da ist.
Heu ist die Basis in der Pferdefütterung–aber in den meisten Fällen nicht allein bedarfsdeckend.
Ein zum Heu passendes Ergänzungsfutter ist keine Kür und kein Luxus,
sondern in mienen Augen Teil der Grundversorgung und Es geht nicht darum, viel zu füttern – sondern das Richtige.
Und damit sind wir auch schon bei den optionalen Kosten:
Eine Heuanalyse ist kein Muss für jedes Pferd, aber sie kann enorm helfen,um gezielt zu ergänzen statt im Blindflug zuzufüttern.Sie sorgt oft dafür,dass man am Ende
weniger Produkte braucht und nicht mehr.
Physiotherapie
Absolut sinnvoll Beim Pferd ist auch eine regelmäßige Physiotherapie
zur Gesundheitsvorsorge – nicht erst dann, wenn Probleme sichtbar sind. Damit kann man probleme vorbeugen und oftmals rechtzeitig Schwachstellen im Training oder unpassendes Zubehör aufdecken – trotzdem kann man hier natürlich schauen in welchen Abständen man diese Vorsorge wählt.
Und dann sind wir auch schon beim Training Diese gibt es in Form von Training und Beritt für das Pferd oder auch in Form von Reitutnerricht für den Reiter. Gerade in der Ausbildung junger Pferde empfiehlt es sich sich einen Trainer zu holen, der bei der Ausbildung des Pferdes untersützt. Reitunterricht ist eigentlich zu jeder Zeit sinnvoll – schließlich lernt man beim Reiten nie aus und es schleichen sich auch immer mal wieder Fehler ein. Aber auch hier kann man ja den Abstand entsprechend der eigenen Kenntnisse wählen. Natürlich spielen hier auch die gemeinsamen Ziele eine Rolle.
Bei sportlichen Zielen und Turnierambitionen kommen natürlich auch noch Kosten für Turniere, Vereingsmitglitschaften, zusätzliche Ausstattung und Transport hinzu.
Futterberatung – ihr ahnt es schon – kein Muss – aber eben sinnvoll: Gerade beim Pferd verhindert eine gute Beratung Fehlfütterungen und unnötige Zusatzkosten.
Alternativ ist die Rationsgestaltung für gesunde Pferde in der Regel kein Hexenwerk und kann auch in entsprechenden Kurs selbst erlernt werden (Spoiler – ich glaube da ist was in Planung…. ) Auch hier wieder der Hinweis – für den Einstieg empfehle ich dir gern meine kostenlose E-Mailserie – da gibt es jede Menge kostenloses Wissen, was dir auf jeden Fall im Alltag helfen wird.
Im Zusammenhang mit der Fütterung finde ich aus sehr sinnvoll von Zeit zu Zeit mal die Pferdewaage einzuladen – man kann das Gewicht zwar auch selbst via messen ermitteln und damit zumindest auch gut Veränderungen erkennen – aber zwischendurch mal ein geanues Gewicht zu haben ist schon nett – schlägt mit 13 – 20 EUR einmalig aber jetzt auch nicht so wahnsinnig in der Waagschale.
Zubehör und Technik wie z.B. GPS-Tracker schon eher. Hier kann man sich ja dumm und dusselig kaufen – aber mal ehrlich – die xte Schabracke in einer neuen Farbe – passend dazu Bandagen und Fliegenhaube – ja sieht schön aus, aber das sind nun wirklich Kostenfresser – die mit der Gesundheit unserer Fellnasen nichts zu tun haben.
Ein GPS Tracker kann Für manche Haltungsformen sinnvoll sein und Sicherheit geben – aber auch hier gilt: gezielt und nicht zwingend dauerhaft.
Typische Kostenfallen im Pferdebereich sind meiner Meinung nach:
- Zusatzfutter ohne Grund und nur „zur Sicherheit“
- Therapien ohne Ziel oder Verlaufskontrolle
- Technik ohne echten Alltagsnutzen
Mehr ist auch hier nicht automatisch besser
Wahrscheinlich habe ich jetzt noch jede Menge potentielle Kosten vergessen – dabei habe ich schon recht viel aufgelistet, aber das war bei weitem bestimmt noch nicht alles. Trotzdem wollen wir jetzt mal schauen, wie wir gute Entscheidungen treffen können, wenn es um das Ausgeben von Geld für unsere Tiere geht:
Wenn du überlegst, Geld auszugeben –
für Futter, Impfungen, Physio, Training oder Beratung –
stell dir diese Fragen:
- Sind die Pflichtkosten abgedeckt?
(Futter, Impfungen, Stallmiete, Steuer) - Geht es um wertvolle Vorsorge – oder rein darum die eigene Angst oder das schlechte Gewissen im Zaum zu halten, weil andere das auch haben?
- Hilft mir das, mein Tier besser zu verstehen?
- Schafft diese Ausgabe langfristig Ruhe –
oder nur kurzfristige Beruhigung?
Ein absoluter Gamechanger für die Selbstwirksamkeit ist auch: Wissen entlastet.
Nicht alles muss dauerhaft ausgelagert werden.
Wissen ist eine der nachhaltigsten Investitionen in Tiergesundheit.
Wenn du lernst, Fütterung zu verstehen, Körpersignale zu lesen
und Verhalten einzuordnen, kannst du dir Schritt für Schritt selbst helfen.
Kurse, Weiterbildungen und fundierte Lernformate schaffen Sicherheit –
und reduzieren langfristig Kosten.
Wissen ersetzt keine Fachperson. Aber es macht dich unabhängiger und ruhiger in deinen Entscheidungen.
Und ich glaube wenn du das verstanden hast, dann kannst du beruhigt auch die anfallenden Pflichtkosten stemmen und dann alles nach und nach priorisieren.
Tiergesundheit muss nicht perfekt sein.
Sie muss tragfähig sein – finanziell, emotional und im Alltag.
Wenn du hinschaust, Prioritäten setzt und bereit bist zu lernen, dann machst du schon sehr viel richtig.
Und damit sind wir am Ende der heutigen Folge angekommen. Ich hoffe du kannst daraus etwas mitnehmen und die Entscheidungsfragen helfen dir beim Priorisieren der Ausgaben für deine Fellnasen.
Wenn dir die Folge gefallen hat, dann freu ich mich über eine Bewertung oder einen Kommentar und falls du jemanden kennst, für den das auch interessant sein könnte empfehle den pocast gerne weiter.
Danke und bis zum nächsten Mal!
